Melde mich nun aus Queenstown, wo ich vor kurzem gut angekommen bin. Hier wimmelt es nur so von 'adventure tourism companies', die dich am liebsten allesamt gleichzeitig 'paragliden', 'jetboating', 'skydiving', 'whitewater rafting', 'fly-by wire' und was weiß ich noch alles schicken würden... puh! Hab es 'gewagt', an der Rezeption des hostels eben nach etwas 'more relaxing & less expensive' zu fragen, was bestenfalls für Lachen sorgt;) Aber egal! Ich werd schon noch sehn!

Erst mal zu Wanaka & Umgebung, was ich mit einem Aufenthalt von zwei Nächten so richtig genossen habe.
Hier sieht man den Ausblick vom Mount Iron, einer Erhebung von ca. 200-250m unmittelbar über dem See von Wanaka, der diese tollen Ausblicke auf die umliegenden Berge ermöglicht...

Man steht dort oben und genießt einen wirklich wunderschönen, beeindruckenden 360° Panoramablick rundum die Otago Plains, sprich die Ebenen von Central Otago, die vor langer Zeit hier von Gletschern geformt wurden... Vor allem beeindruckend aber ist die Ruhe und unberührte Weite, die von diesen Landschaften ausgehen, und die dieser Aufstieg bewusst werden lässt- das alleine ist es auf jeden Fall wert hierher zu kommen & zu erleben!

Am darauffolgenden Tag, sprich heute, habe ich mich dann für einen frühmorgendlichen horse trek im nahe gelegenen Cardrona Valley entschieden:-)
Das wollte ich echt schon immer machen seit ich hierher gekommen bin: neben all den faszinierenden Wanderungen die Landschaften Neuseelands auf dem Rücken der Pferde zu erkunden!
Die Organisation war ganz einfach: Das hostel hat einfach am Vorabend für mich bei Debbie, der Besitzerin der 'Backcountry Saddle Expeditions', angerufen und für mich eine Reservierung samt Abholung aus Wanaka ausgemacht. Das Wetter hat uns mit strahlend blauem Himmel verwöhnt, obwohl es ca. bis Mittag dauerte, bis meine Hände & Füße so richtig warm wurden- es wird wirklich immer kühler, je mehr ich gen Süden reise;)

Hier sieht man mich nun auf einem sogenannten 'Appaloosa' horse, die ursprünglich aus den USA stammen und von den Native Indians gezüchtet wurden- kleine, kräftige Pferde, die hier bestens an das Umhersteigen auf teils steilen Hügelflanken gewohnt sind. Wir waren ca. zweieinhalb Stunden unterwegs - 'walk, trot, canter, galop' - alle Gangarten dabei, und ich war so glücklich- all die Erinnerungen ans Reiten mit meiner lieben Cousine Alex von früher kamen zurück, und ich hab mich ganz schnell wieder in Grundhaltungen, Griffe, Dirigieren etc. eingefunden;-)
Hat einfach tierisch Spaß gemacht!!

Mittags bin ich dann aus Wanaka aufgebrochen, das man hier nochmals ganz schön mit Blick auf den dahinter- liegenden Gletscher des Mount Aspiring sieht. So schön und friedlich...

Mein nächstes
Ziel auf der Weiterreise (nun übrigens wieder alleine!) galt der Erkundung der nahe gelegenen Weinregion von Central Otago, dem südlichsten Weinbaugebiet der Welt! Total faszinierend, wie die hier ihren Wein in beinah "kontinentalem Klima" kultivieren- also von den langen, heißen Tage und kühlen Nächte inmitten eines eher trockenen Gebietes der Südalpen Neuseelands profitieren. Dennoch, so wurde mir beim Besuch des Aurum Weinguts erklärt (welches übrigens nach den Goldfunden, die hier in der Gegend vor ca. 150 Jahren erste Besiedlungen von Europäern auslösten, benannt ist) lässt sich der Einfluss der gigantischen Ozeane ringsum nicht leugnen, und so kann eine Ernte vom Klima her mal katastrophal, mal phänomenal beeinflusst werden...

Fazit in jedem Fall? Der Wein ist wirklich gut (hier sieht man mich beim Verkosten der ersten Pinot Noir Trauben für den Jahrgang 2008,hehe;-) und ich hab mir dann auch eine Flasche Pinot Gris 2007 um umgerechnet ca. €13 geleistet... Aber einfach, weil der Wein echt ausgezeichnet ist. Mama, Papa- wir werden einiges vorhaben schätze ich- und einen Fahrer für die ganzen wine discoveries (Julian!?) brauchen*g*.

Auf der Weiterfahrt nach Queenstown hab ich dann noch mal hier Halt gemacht- Gibbson Valley, das mit der Ernte nochmal drei Wochen 'warten' muss, da es so hoch gelegen ist (glaub gar über 500-600m, oder höher?) dass die Trauben trotz intensiver Sonne einfach noch nicht reif sind.. Ein Spielplatz für experimentierfreudige Winzer, umgeben von der Weite und Stille endloser Berg- und Hügellandschaften, deren fruchtbare Talböden größtenteils Trauben, Äpfeln und mitunter Birnen gedeihen lassen.. sowie natürlich unzähligen Schafen & Kühen (klassisch) Platz bieten (es war und ist übrigens die Milchproduktion der Kühe, das sogenannte 'dairy farming', das die Anzahl der Schafe in Neuseeland von ursprünglich 80 Millionen auf 'nur mehr' 40 Millionen dezimiert hat)
:) jetzt wisst ihr das auch... also nur mehr 10 Schafe pro Einwohner*g*.
Bis bald aus Queenstown bzw. den nahegelegenen Fjordlandschaften (am Wochenende plane ich berühmte Küstenfjorde des Fjordland National Park, wie Milford & Doubtful Sound zu bereisen... herrlich. Freu mich so)
Alles Liebe von einer sich herbstlich neigenden Sonne vom Grund der Welt :)
eure Elli!
1 comment:
AY ELENITA! Acabo de leer tu ultmimo mensaje y viendo tus ultimas fotos, y pa´que no pienses que te he olvidado te dejo unas palabras...aqui todo bien, finalmente empieza la primavera, hace sol, la gente sonrie más...la vida a veces dura, a veces bonita, las emociones cambiando como olas ...gracias amiga por tus mensajes, y perdona que no te contesto siempre, pero es que a veces simplemente no puedo contestar...aunque esté contenta y aunque me ponga muy feliz saber que te estas pasando un tiempo genial me duele recordarme de esta sensación de libertad, de inspiración, de espitirú que estas viviendo y que aqui es tan dificil encontrar. es como una espinita en mi corazon que me duele cada vez que me pongo a pensar. viena es una prueba para mi, te juro...sigo trabajando con greenpeace, y en lush por supuesto...no es que quiero, es que necesito...pero tengo la esperanza de que lo que hago hace sentido algun dia, y que mi camino me lleva hacia la cierta direccion y la cierta tarea aunque esté compuesto de pasos pequenos...sigo teniendo entrevistas (la proxima será para medicos sin fronteras), sigo estudiando etnologia para especializarme, y sigo soniando aunque mucha gente no me entienda...sé que hay personas que cree en lo que hago y soy (tu eres una de estas), y esto me da muchima fuerza. y qiero que sepas que yo creo mucho en lo que tu estas haciendo y viviendo allá, que te apoyo en todo y que estoy orgullosa de ti...pasatelo muy bien muchacha, cuidate, y mandanos energia positiva desde allá! te abrazo desde lejos, un beso enorme, te quiero mucho - lizi -
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