Meine Lieben, heute (Freitag, 11. April 08) hatte ich einen genialen Tag !!! Gearbeitet, geschuftet, gesägt, gefeilt, geschliffen – genossen :) Herrlich.!

Frühmorgens bin ich aus Oamaru, einem hübschen kleinen Küstenstädtchen an der Ostküste Neuseelands (hier links im Bild) aufgebrochen, um ein halbe Stunde weiter südlich einen Tag in Reid Wilson’s Hampden Sculpture Park zu verbringen und dabei selbst ein Kunstwerk herzustellen – ganz im Sinne meiner kreativen Pfade durch die Lande…

Total cool, hier einen Tag mit dem wunderschönen weißen Kalkstein arbeiten zu können, der 350 Millionen (!!) Jahre alt ist und neben Kalk kleine Muschelstücke, Lava-Asche oder gar andere, wertvolle Steine enthalten kann… Der Stein selbst ist an und für sich hart und schwer, erscheint aber unter den verschiedensten Werkzeugen (Feilen, Sandpapier) “weich wie Butter” und lässt sich total gut bearbeiten und formen. Hatte solchen Spaß dabei! Auf dem ersten Bild sieht man, wie mir Reid hilft, einen Steinblock für meine Skulptur auszuschneiden.

Danach haben wir das Design übertragen und erste Stücke mit der Säge weggeschnitten, wo später Rundungen entstehen sollten.

Verschiedene Feilen helfen dann für die Feinarbeit, umd schöne Kurven entstehen zu lassen und scharfe Kanten abzurunden. “Glatt wie ein Babypopo” wird der Stein dann mittels verschiedener Sandpapiere, die dem letzten Feinschliff dienen… Et voilà!
In nicht ganz vier bis fünf Stunden hatte ich meine wunderschöne, eigens designte kleine Steinskulptur in Händen, inklusive einem kleinen Loch für eine Kerze am oberen Ende! Übrigens lässt laut Reid, der seit einigen Jahren Oamaru - Kalkskulpturen herstellt, die Arbeit mit Kalkstein Fingernägel schneller wachsen (davon hab ich heute jedoch nichts bemerkt;)!

Das Ganze fand in total relaxter Atmosphäre hier gleich neben dem Haus der Familie statt, die nur fünf Minuten entfernt vom Strand wohnen (mit dem Hund bin ich mittags dorthin spazieren gegangen, hehe) und ein gemütliches Dasein mit viel Lebensqualität führen (wenngleich auch etwas ruhig…). Sue, Reid’s Frau, war total nett, sie ist ursprünglich aus Australien und hat mir viele Geschichten erzählt sowie mich mit Tee, leckeren ginger cakes & sandwiches versorgt…

So fein! Bin total happy über den glücklichen Zufall, hier vorbeigeschaut zu haben und eine weitere Vermittlung für das Creative Tourism Netzwerk geschafft zu haben. Ist toll, die traditionelle Steinhauerkunst der Region hier in dieser amüsanten und spannenden Art und Weise kennenzulernen sowie dabei sein eigenes kleines Kunstwerk zu produzieren:)!

Und wer weiß was ich noch alles machen werde… jetzt, da ich seit einigen Wochen nunmehr so involviert bin und ständig selber kreativ tätig bin! Ich weiß nur, dass es mich glücklich macht und Spaß macht, und hoffe, dass ich weiter so günstig das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann… und weiter davon berichten und im guten Sinne “die frohe Kunde” verbreiten kann (sowohl unter Reisenden als auch Anbietern, bin gespannt auf die Kontakte die noch kommen!).
Wie lässt man einen Abend in Neuseeland nach getaner Arbeit am besten ausklingen?
:)

Richtig… Man fährt ans Meer. An den Strand. Folgt den Straßenschildern in Oamaru: “Yellow-eyed penguin colony – Bushey Beach Scenic Reserve & View point”.

So süß. Haben tatsächlich gelbe Augen! Und ruhen hier an der Böschung über dem Strand nach einem langen Tag draußen im Meer fischen… sind sehr selten kommen nur hier entlang Neuseelands Ostküste an mehreren Stellen vor.
Liebe Grüße aus der Ferne sowie einem sich herbstlich neigenden Land (kühle Nächte, kürzere Tage, weniger Touristen;)
Elli
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