Sunday, 13 April 2008

Dunedin & East Coast Travelling

Am Montag den 7. April, habe ich Te Anau im Fjordland National Park verlassen und bin weiter Richtung Osten aufgebrochen – eine lange Reise, insgesamt bestimmt über 400 km...! Nicht weiter schlimm jedoch, vorbei an ruhigen Orten wie diesen (Arrowtown nahe Queenstown) ...

… und etwas aufregenderen wie diesen hier: Bungy Jumping near Kawarau 

Bridge- das bin übrigens nicht ich, hehe- ich bin da nur stehn geblieben und hab zugesehn “langweilig” ich weiß *g* aber dennoch, ich glaub nicht daß ich da jemals von dieser Brücke springen werde !!!

 

Die restliche Fahrt verlief gemütlich über den Tag hinweg und ich bin dann abends in Dunedin an der Ostküste der Südinsel angelangt, wo mich ein netter Empfang erwartet hat: Auf meiner Abschiedsfeier im Wiener Irish Pub hab ich ja kurz einen Neuseeländer getroffen, dessen Schwester hier in Dunedin studiert und mich nun ihrerseits eingeladen hat, für die Zeit meines Aufenthalts in der Stadt in ihrer Studenten-WG zu bleiben! So hab ich Dunedin, das fast zu einem Viertel aus Studenten besteht *g* auch wirklich aus der Studentenperspektive erleben können...;)

Am ersten Morgen sind wir hier gleich mal gemeinsam die steilste Straße der Welt hinauf – ja die befindet sich tatsächlich in Dunedin im Südosten Neuseelands, und nicht etwa in San Francisco oder sonst wo auf der Welt, wie ich vielleicht vermutet hätte;)

 

Dunedin selbst wurde übrigens von schottischen Siedlern gegründet und war zur Zeit des Goldrausches im Hinterland eine der wichtigsten, oder gar die wichtigste Stadt Neuseelands (ca. ab 1860). Der Name der Stadt (aus dem Gaelischen) bedeutet übrigens “Edinburgh” wie die Stadt im Norden Schottlands- vieles hier erinnert auch an den Einfluss der schottischen Gründer, vor allem die Architektur der Universitätsgebäude, einiger Kirchen sowie des Hauptbahnhofs.

 

Der Strand von Dunedin, St. Kilda Beach, ist übrigens wie viele Orte entlang Neuseelands Ostküste, berühmt für Surfen – erforderlich ist laut Einheimischen rein ein surfboard, vielleicht noch ein Neoprenanzug sowie der Mut & Wille, sich in die Wellen zu begeben (no lessons required…)! Und die Surfer waren auch wirklich cool, und unermüdlich am Wellenreiten hehe. Wir haben jedenfalls vom Strand aus zugesehn… beim klassischen fish’n’chips Mittags-Studenten-Lunch;) ja das musste auch mal sein!


 

Weiters ist Dunedin für seine Cadbury Chocolate Factory bekannt, die ich mir vielleicht noch ansehen werde (hab gehört das soll recht touristisch und vor allem teuer sein naja)… mal sehen ob Zeit dazu bleibt! Hoffentlich gibt’s da die Möglichkeit was zu verkosten, hehe. In diesem Turm den ihr hier seht soll jedenfalls der Schokoladebrunnen sein, aus dem man angeblich direkt schlemmen darf…

Am darauffolgenden Tag, Mittwoch den 9. April, hab ich mir morgens das Universitätsgelände angesehn und dabei festgestellt, dass mich hier wirklich alles an Cambridge oder überhaupt England bzw. Schottland erinnert- schon witzig, dieser starke Einfluss des kolonialen Erbes hier am anderen Ende der Welt… Nun, das ist einfach der kulturelle Hintergrund der Stadt. Hier auf den Fotos seht ihr übrigens nicht nur Gebäude der University of Otago, sondern auch Bilder von Kirchen im Inneren der Stadt… der Glockenschlag zur vollen Stunde hat mich übrigens wirklich wieder an zuhause erinnert- hab ich schon lang nicht mehr gehört..!! “Europäisches Erbe”, aber gleichzeitig kombiniert mit der Möglichkeit, eine halbe Stunde außerhalb der Stadt seltene “yellow-eyed penguins” und Seelöwen die nur in Neuseeland heimisch sind zu beobachten (das hab ich als nächstes gemacht)… "quite something"

:)

 






Und hier sieht man sie auch, die Pinguine hochwatscheln vom Sandfly Beach Wildlife Reserve, das ich in der Dämmerung besucht habe… total faszinierend, ganz allein an diesem Strand und dann wirklich zu einer Zeit als die Pinguine von ihrem langen Tag auf See zurückkehren… voll schön:)


 

Der darauffolgende Tag, Donnerstag der 10. April, hat erst einmal damit begonnen, dass ich eine Künstlerin hier in Dunedin in ihrem Studio besucht habe, die mit Farbdrucken und Ton arbeitet und später auch Besuchern die Möglichkeit geben will, über interaktive workshops beispielsweise Schmuck herzustellen. Kurz darauf hab ich weiters mit einer Steinhauerin gesprochen, die unter anderem anbietet, Skulpturen aus wunderschönem, weißen Kalkstein herzustellen: Die Gegend rund um beziehungsweise nördlich von Dunedin ist nämlich bekannt für das Fertigen von Kunstwerken aus Oamaru-Kalkstein, und es gibt hier einige Künstler, die das lehren und auch bereit sind, Besuchern Tür und Tor zu öffnen. Weitere Ideen für Creative Tourism… :)

 

Ich selbst bin dann mittags erst mal zurück in die “Touristenrolle” verfallen, indem ich mir (nein, nicht die Schokoladefabrik;) sondern die älteste Brauerei Neuseelands angesehen habe: Speights Brewery in Dunedin! 


War recht interessant, und endete vor allem in einer leckeren Verkostung verschiedener (echt guter!) Biersorten, die wir lernten richtig zu verkosten, also mit Geschmacks-/Geruchstest sowie dem ordentlichen Anzapfen, zügig und im 45°-Winkel hehe… :-)

 

Auf meiner Weiterfahrt nördlich von Dunedin hab ich dann an den eigentümlichen Moeraki-Boulders Halt gemacht; das sind diese speziellen Steine hier, die rund wie ein Globus hier an diesem Strandabschnitt “rumkugeln” und eine besondere Faszination ausüben- hab drei dieser Steinkugeln “umarmt” um ein Gefühl für deren Form zu bekommen, und das war schon recht aussergewöhnlich… 

in einer hat man angeblich sogar Dinosaurierknochen gefunden habe ich heute kurz gehört, also müssen die Steine wohl sehr sehr alt sein… rundgespült vom Meer vermutlich. Ein besonderer Ort auch für die ersten Maori die hier lebten…

 

Gleich um die Ecke bin ich dann in den Hampden Sculpture Park abgebogen, um mit Reid dem dortigen Künstler zu sprechen und mich für ein stone carving workshop anzumelden !! Die Formen und der wunderschöne, weiße glatte Stein haben’s mir angetan, und ich hab echt wieder Lust bekommen, etwas selber zu machen und dabei kreativ zu werden… bin gespannt was dabei rauskommt! Mehr dazu in meinem nächsten Eintrag! Bis dahin alles Liebe,

eure ellie!

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