Thursday, 24 April 2008

Autumn in New Zealand ...

Bonjours mes amis!

Wie gehts euch im schönen Frühjahr “oben” in Europa? ;)

Ich melde mich mit dem Herbst im Gepäck… und einem wunderschönen Farbenspiel gleich zu Beginn, wie ihr hier sehen könnt. Dies ist das Haus von Denise & Crispin, in das ich Mitte vergangener Woche zurückgekehrt bin, um nochmals Zeit mit den beiden zu verbringen und ein update von meinen ganzen "kreativen Reisen und Begegnungen/Entdeckungen" zu haben… Die beiden reisen nun nämlich für mehrere Monate nach Europa, und so bin ich wieder unterwegs und auch schon wieder ganz woanders – in Christchurch bei einer total netten kiwi family;)

Aber erst mal schön der Reihe nach.

Es war ein wirklich schönes Gefühl, vergangene Woche in “mein” kleines Häuschen zurückzukehren, in dem ich ja auch die ersten beiden (Sommer)monate in Neuseeland verbracht habe (siehe Foto)… Mit Heizstrahler bewaffnet (Stufe 4!*g*) habe ich  so einige klare, eiskalte Nächte auf dem Land überstanden, in denen das Thermometer wohl schon Richtung Gefrierpunkt ging (eines Morgens hatte mein liebes Auto, siehe Waldparkplatz hier gegenüber dem Haus links, auch schon Eis auf der Scheibe - aaah;) … dank sei weiters Oma’s dicken Wollsocken, die das Schlafen nachts angenehmer machen, hehe.

 Nein Scherz, es geht mir gut und ich halte mich fit/warm, also keine Sorge! Stelle mich langsam auf die kalte Jahreszeit ein, jetzt da die Touristensaison endgültig zu Ende geht, die Tage kürzer werden, weniger & weniger Leute unterwegs sind  … 

Untertags lässt die warme Sonne (erinnert euch – kaum bzw. keine Ozonschicht hier!) dann aber doch wieder sonnig warme Momente wie diese hier zu, und so haben Denise, Crispin & ich die letzten Tage unser Mittagessen auf der wunderschönen Terrasse des Hauses einnehmen können … mmh :-)

Arbeitsmäßig habe ich ein follow-up mit den ganzen Kontakten veranstaltet die ich während meiner Reise sammeln konnte, weiter networking betrieben, Tourism New Zealand (das Pendant zur Österreich Werbung) dazu bewogen, auf ihrem nächsten business trip creative tourism workshops auszuprobieren, Artikel geschrieben, mit dem Marae Maori Meeting house hier in Motueka bezüglich interaktiver Maori culture workshops gesprochen, Creative Tourism für die Global Geotourism Challenge angemeldet (hoffe ihr votet/kommentiert fleissig;), Jobs recherchiert, ein nettes Arbeitszeugnis erhalten :) und – the fun part! – wieder an einem creative tourism workshop teilgenommen, juhu!

Und zwar hier in Nelson – im Glasstudio von Frances Woodhead! Frances kommt ursprünglich aus England, lebt aber schon seit vielen Jahren in Neuseeland und stellt aus recycling Glas die tollsten Dinge her: Hier seht ihr Teile ihrer Kunststücke, die sie neben ihrem Arbeitsstudio ausstellt.

 


Dort arbeitet man auch als Besucher, und zwar so: Zunächst schneidet man das Grundglas (einfaches, weißes Glas) in quadratische Stücke, pinselt mit einem Kleber sein individuelles Design drauf, streut “Farben” (zerriebenes Glas) darüber, klebt eine zweite kleine Platte darauf und legt es in den großen Ofen, wo es später gebrannt wird – fertig ist der individuelle Glasuntersatz :) Hat total Spaß gemacht wieder kreativ zu werden ... ist wohl mehr als nur ein Funke, der während meiner ganzen interaktiven Erfahrungen in Neuseeland auf mich übergesprungen ist;-) muss ich mir unbedingt für später bewahren ... (seh meine erste Wohnung schon voller selbstgemachter Dinge,hehe).

Von diesen Glaskunstwerken habe ich vergangenen Dienstag nun zwei verschiedene hergestellt, sowie zwei Anhänger aus Glas. Dazu haben wir aus einer italienischen Weinflasche (grünes Glas*g*) und einer neuseeländischen Bierflasche (Speights*g*) Kreise ausgeschnitten, diese dann hier “poliert” und aufeinander geschichtet in den Ofen gelegt… abermals muß ich noch warten bis diese gebrannt werden, aber ich werde natürlich zurückkommen und mir meine kleinen Schätze abholen können. Bin schon gespannt, wie die dann endgültig aussehen werden!

Hier seht ihr auch einen Teil der Terrasse neben dem Haus, von wo aus wir einen tollen Blick über die gesamte Nelson Bay hatten… im goldenen Licht der späten Nachmittagssonne. War noch relativ mild draußen, doch sobald die Sonne weg ist, ist es dann ganz schön schnell ganz schön kalt… Klar, ist ja auch schon so was wie “Ende Oktober” – Ende April, das muß mir immer noch einleuchten, dass das jetzt Herbst ist und nicht Frühjahr hm quite funny still to be honest ;)


Abends hatte ich dann noch ein spezielles Erlebnis: War am Vortag nach meinem Besuch im Maori Meeting House (“Marae”) von Motueka eingeladen, an einem Maori-Kulturarbend teilzunehmen – das war spannend! Zusammen waren wir ca. zehn Personen, haben “waiata” (Lieder) gesungen (die Melodien sind recht einfach und man kommt schnell mit!), uns vorgestellt – auf Maori! – und dann noch eine Art Tanz/Gesang einstudiert, den die Gruppe für die Maori-Neujahrsfeier im Juni proben wird… Kiri, der Maori mich ursprünglich dazu eingeladen hat, war total nett und meinte, ich sei jederzeit herzlich eingeladen, wieder zu kommen – “you know where we are on Tuesday evenings” … wirklich sehr nette Leute, war überhaupt kein Problem da einfach dazu zu kommen, und ein schönes Gemeinschaftsgefühl.

 

Am Mittwoch den 23. April bin ich dann wieder aufgebrochen und über den Lewis Pass 400 km hinunter nach Christchurch gefahren (ja, alles immer noch mit meinem braven alten Auto;). Der Lewis Pass ist der letzte von den drei Alpenüberquerungen auf der Südinsel Neuseelands den ich so “erfahren” habe, und es war ein wunderschöner Tag um unterwegs zu sein (blauer Himmel, gewaltige Täler- und Berglandschaften, herbstlich gefärbt, dazu gute Musik über meinen Mp3-Player den ich über eine Kassette mit dem Autoradio verbinden kann…:)

Mein erster Stop waren die Maruia Falls hier, die in einen großen Pool münden und deren Fluss (Maruia River) sich canyonartig weiter durchs Tal schlängelt… hat mich entfernt an die USA erinnert, aber nur im kleineren Stil;)


Ein Tip von den locals war, hier in “Reid’s Store” auf einen Kaffee stehen zu bleiben: ein alter Laden (für neuseeländische Begriffe!) aus 1929 mit viel Charme und Geschichten, um die ich die Betreiber des Cafés gefragt habe…

 

Mein weiterer Weg führte mich dann noch an diesen wunderschönen Landschaften vorbei … 

Und jetzt bin ich auch schon wieder in Christchurch bei der Familie von Simon Rutherford, die mich bereits vergangene Woche am Ende meiner Rundreise auf der Südinsel für ein paar Tage aufgenommen haben- total nett wirklich. So habe ich neben einer Basis für weitere Pläne und Entscheidungen nun auch die Möglichkeit, an einem neuseeländischen Familienleben teilzunehmen... zwei nette kids (18 & 15) sowie ein permanent mauzender, hungriger Kater inklusive :-). Und der Möglichkeit, Segeln zu lernen (Simon ist Teilhaber der "Kiwi Sailing School" hier in Christchurch) ... Und weiter kreativ mit neuseeländischem Flachs zu arbeiten und kleine Dinge/Kunstwerke herzustellen.. Nun ich bin gespannt! Ich lasse euch wissen wie alles weitergeht und was sich tut, hier am anderen Ende der Welt ...

Viele liebe Grüße, und alles Liebe


Elli

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