Friday, 4 April 2008

Queenstown & Elli on the move

… “New Zealand’s & the world’s adventure capital” – glaubt man den ganzen Sprüchen rund und um Queenstown, das vor “adventure tourism companies” aus allen Nähten zu platzen scheint (und dabei die Tatsache verdeckt, dass hier “nur” ca. 15-20 000 Einwohner dauerhaft leben (der Rest, ungefähr noch mal so viele Menschen, sind entweder Kiwis auf Zweitwohnsitz oder eben Touristen aus allen Ecken und Enden…). 

Nun, ich hab mir den ruhigeren Weg gesucht und bin am Donnerstag den 3. April auf den “Hausberg” von Queenstown rauf – über 500 m steiler Aufstieg, was die Aussicht auf die Berglandschaften ringsum jedoch alle Mal wert ist, wie man hier sieht… Herrlich.


Bungy Jumping, Jetboating, White water rafting,… wenn mich unter den vor Ort angebotenen Aktivitäten etwas gereizt hätte, dann wär das noch Paragliding gewesen, das hat echt schön ausgesehn... Sky Diving, davon schwärmen alle die es gemacht haben, aber ich weiß nicht so recht… hm. Ziemlich brutal wie die da auch mit dem Preis verfahren… 1000 m so und so viel, 2000 m $50 mehr, 3000 noch mal $100 mehr und so weiter… Auf jeden Fall kann man angesichts der vielfältigen Möglichkeiten sein Geld hier schnell loswerden!

Umso interessanter zu hören, dass es auch andere Zugänge gibt… Ich hab einen wirklich spannenden Nachmittag verbracht, indem ich micht mit einem Australier getroffen habe (den ich zuvor über einen Bekannten in Auckland kennen gelernt habe), der eine neue Firma starten möchte: ZipTrek Eco Tours, die Queenstown um ein nachhaltiges, umweltfreundliches Tourismuskonzept bereichern soll:) Das Ganze soll in Verbindung mit einem ungewöhnlichen Abenteuer-Element stattfinden (daran kommt man hier wohl nicht vorbei;) dem sogenannten “flying fox”, wo man frei schwebend von Baum zu Baum zickzack den Hügel hinunterflitzt – immer mit einer Bremse sowie einem “lead” und einem “final guide” vor und nach jeder kleinen Gruppe. Die Führung soll etwa zwei bis drei Stunden dauern (samt Gondelfahrt den Berg hinauf) und neben der Gaude ein Augenmerk auf die Vermittlung des Natur- und Kulturerbes vor Ort legen, sprich Besucher eine ganzheitlichere Erfahrung bieten als die reinen “adventure companies”.

Das Ganze ist wie gesagt gerade erst im Entstehen, und es gäbe für mich die Chance, da ab kommenden Herbst/Frühjahr mitzuarbeiten:) Bin mal gespannt wie sich das entwickelt- aber ich halte wie gesagt Augen und Ohren offen, und meine ersten Gespräche verliefen bisher ja auch recht gut!

 Hier sieht man mich übrigens auf Du & Du mit einer Nachbildung des Kiwi birds, dem Nationalvogel Neuseelands, im Hafen von Queenstown... klassisches Touristenfoto ich weiß, aber dennoch genial hehe. I like Kiwis!!


Abends bin ich dann mit ein paar Leuten aus dem hostel fort gegangen, und wir sind bis um zwei in der Früh in einer Bar versumpft;) Die Musik des DJs war recht eigenwillig- Elektro, House, Disco Dance, Oldies – für real Kiwi music muss ich schon eher mein eigenes Autoradio mit Verbindung zu meinem MP3-Player anwerfen (jaaa!) Hab dank eines Bekannten in Christchurch jede Menge NZ-Alben auf meinen Computer bekommen: Dub, Elektro, Pop, Rock, nun auf jeden Fall eine gute Mischung für meinen road trip:)


Freitag den 4. April bin ich dann am Nachmittag weiter nach Te Anau, das den Ausgangspunkt für Neuseelands fantastische Fjordlandschaften darstellt, die ich am Wochenende erkunden werde!!! Hatte so ein Glück echt – vor über einer Woche habe ich auf der Tourismuskonferenz in Christchurch einen Vertreter von Real Journeys angesprochen, eine große tour company im Fiordland National Park die viel im Bereich Nachhaltigkeit & umweltgerechten Tourismus machen… Und der hat mich jetzt doch glatt auf gleich drei verschiedene cruises gebucht – einfach so, auf der Basis eines netten und interessanten Gesprächs!!! Juhuuuuu – I still can't believe it:-) Wirklich, ich fass es irgendwie immer noch nicht hehe. So hab ich heute Abend schon die Te Anau Glowworm Caves erlebt; einen Ausflug über den See von Te Anau zu einer unterirdischen Grotte, in der Tausende von kleinen Glühwürmchen leben… Fantastisch, wie wenn man einen kleinen Ausschnitt des Himmels über sich hat. Und das rauschende Wasser im inneren des Höhlensystems (wo man dann zu Fuß unterwegs ist das sich im Laufe von zehntausenden Jahren langsam seinen Weg durch Sand- und Kalkstein gegraben und riesige unteriridische Canyons geformt hat, ist einfach nur beeindruckend. Wirklich schön …

 

Ein Erlebnis gab’s noch: Hab heut auf der ca. zweistündigen Fahrt von Queenstown nach Te Anau einen netten irischen hitch hiker mitgenommen :) Der Bursche ist unglaublich und hat in den letzten paar Monaten so ziemlich ganz Neuseeland “abgegangen” – und das alles mit einem Zelt und einfacher Verpflegung sowie ein paar Karten und Tips der locals… ;-) man trifft hier echt viele schräge/spannende/nette Leute, und hört immer wieder die unglaublichsten Geschichten. Life on the road…

 

:)

 

Eure Elli “from the bottom of the world” (aus dem wunderschönen Südwesten Neuseelands… Bilder folgen bald wieder!)

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