Monday, 29 September 2008

Arbeitsgenehmigung erhalten

Vor wenigen Tagen war es soweit und ich konnte ein wenig feiern;) !! Immigration NZ hat auf meinen Antrag geantwortet und meinen Pass mit zwei glänzenden “stickern” versehen: 

“This permit entitles the holder of the passport to work as a nature guide in Te Anau.”

There you go-Elli macht Führungen im Fiordland Nationalpark, Te Anau (der Name der Stadt bedeutet in der Sprache der Maori, "Höhle mit sprudelndem Wasser"). 

Ja,so spezifisch ist das – eine Aufenthaltsgenehmigung direkt an den Job gebunden ;) Kann euch schon ein bisschen was berichten, da ich meine ersten Trainingstage bereits hinter mir habe! Die sind recht gut verlaufen: los gehts mit dem Arbeitsleben bei den Kiwis;-) 

Vorbei am südlichen Fiord des Sees von Te Anau “entführen” wir Besucher während einer halbstündigen Bootsfahrt ins Herz der Murchison Mountains. Hinter dem Landesteg liegt dort totale Wildernis- 1948 wurde sogar eine heimische Vogelart, der Takahe der längst als ausgestorben galt, wieder entdeckt- also mitten hinein in den immergrünen Regenwald. 

Einmal angelegt, begleiten wir die Besucher zum sogenannten “Cavern House”, wo es eine Einführung über die dahinterliegenden Kalksteinhöhlen (Te Anau Caves) gibt, die wir besichtigen. Meine Einführung bestand im Prinzip darin, dass ich die erfahrenen guides begleitet habe und mich davor in alles Wesentliche eingelesen habe… mehr learning by doing auf jeden Fall;) 

Nun, in den Höhlen kommt eigentlich das Spannende: Gruppen zu je 14 Personen max. verfrachten wir dort auf kleine Boote mit denen wir die “Glühwürmchen-Grotte” erkunden: das ist einfach nur magisch (romantisch!?;) denn diese Glühwürmchen bilden einen nächtlichen Sternenhimmel der seinesgleichen sucht- nicht einmal einen Meter von den Köpfen der Besucher entfernt!! Sogar das berühmte "Kreuz des Südens" kann man darin finden- natürlich steht jedem frei, sämtliche Formationen in den glühenden Würmchen zu erkennen,hehe. 

Danach geht es wieder hinaus und es gibt noch Tee / Kaffee bevor die Leute über das Boot (“Luminosa”) wieder zurück nach Te Anau gelangen …dieses tolle Boot das ihr hier seht kostete übrigens über $2 Millionen Dollar !! Wurde in Melbourne gebaut und kam dann hierher über die Stadt Invercargill ganz im Süden Neuseelands, mittels Spezialtransport über den Landweg.

Ja ich bin hier fast ganz im Süden der Südinsel- nur ca. 2 Stunden von der Küste bzw. Queenstown, der nächstgelegenen “größeren” Stadt entfernt! (Te Anau hat ja nur ein paar tausend Einwohner;) Ist alles recht klein, aber dafür sind wir auch mitten in einer fantastischen Landschaft, die 1998 zum Weltnaturerbe erklärt wurde! Kann schon sehen wieso..:)

Letztes Wochenende hatte ich das Glück, mittels meines neuen Arbeitgebers Real Journeys die “Stewart Island Experience” zu erleben: Von einem Ort namens Bluff;) geht es mit einer Fähre auf diese kleine Insel südlich des Festlands- vorsicht, Brechgefahr - extremer Wellengang für ein kleines Boot, uff! (Mama- das hätte dir dann wohl den Rest gegeben..*grins*)

Dieser Ausflugstag folgt meinem Kontakt mit der Marketing-Abteilung der Firma (für die ich schon mal einen Presseartikel geschrieben habe), die mich dahin schicken, damit ich später (auf deutsch) wieder PR-Artikel darüber schreiben kann… kommt in die Neuseeland News (deutsche Zeitung die alle drei Monate erscheint). cool!

Hab viele interessante Dinge erfahren, unter anderem dass das Stromnetz dort erst 1988 in Betrieb ging (vorher gab’s Diesel-Generatoren die täglich nur von 17-22.00 Uhr liefen!), auf 360 Einwohner ca. 20.000 Kiwis kommen (85% der Insel ist ein Nationlpark), und die Feuerwehr gleichzeitig der Frisör ist…aus Platz/Gebäudegründen;-) 

Was gibt es sonst noch, außer viele zwitschernde heimische Vögel, dieses klassische Schild;-) und? -ein pub, einen Supermarkt, ein paar Cafes und backpacker Unterkünfte … die Leute leben von der Fischerei (Großeinkäufer Japan & China!), “aquaculture” (wie sie die Aufzucht von Muscheln und Hummer nennen) sowie dem Tourismus.

3000 Meilen von hier zum Südpol - der Himmel ein strahlendes Blau - fast nie Flugzeuge hier- und eiskalte Polarwinde die hier raufwehen..!!

 

Bis zum nächsten Mal aus dem frühlingshaften, zwitschernden und sich langsam aber sicher erwärmenden Ende der Welt :-) (hier ein Bild vom Strand südöstlich von Invercargill-teilte ihn lediglich mit einem Fischer und seinem Hund;)


eure Elli!

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