Tuesday, 28 October 2008

Zweite Ankunft in NZ & Anreise nach Te Anau :-)


Liebe Freunde & Familie zuhause,
Ende Oktober und ist es Frühling hier in Neuseeland... Wie darf man sich das vorstellen? ;-)
Nun hier seht ihr es- das erste Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem kleinen Park in Auckland, wo ich vergangene Woche Montag den 20. Oktober wieder gut gelandet bin... nach meinem kurzen Überraschungsbesuch in der Heimat!

Von da aus ging es am selben Tag noch weiter auf die Südinsel, 
Richtung Christchurch, wo ich von meinen Freunden,der lieben Familie Rutherford, in Empfang genommen wurde. Leider hatten wir wortwörtlich nur eine Nacht gemeinsam, da ich am nächsten Tag schon aufbrechen musste Richtung ARBEIT - und zwar hinunter weiter südlich,ins kleine Städtchen namens Te Anau im neuseeländischen Fiordland.

Nichtsdestotrotz hab ich mich "für die lange Route" über die Westküste der Südinsel entschieden, die mich von Christchurch aus über den mittleren Alpenpass (Arthur's Pass) geführt hat.
Ich hatte, für die kommenden zwei Tage meiner Reise, solches Glück mit dem Wetter !!! Habe Täler, Berge, Landschaften gesehn, die ich noch nie zuvor (trotz monatelanger Abenteuer & Rundreise in Neuseeland..) gesehn habe- denn vieles bleibt oft in den hohen Wolken und schlechtem Wetter verborgen;-)

Ein lustiges Erlebnis auf das ich auch bis zu jenem Tag warten musste, ist die Begegnung mit diesen gefiederten Freunden: der Kea, oder neuseeländische Alpenpapagei der in den Bergen des Arthur's Pass National Park beheimatet ist: berühmt für seine neugierige Art sowie dafür, sämtliche lose oder Gummiteile von Autos anzuknabbern,hehe.!

Weiter "hinunter" bin ich dann wieder ans Meer, an die West Coast bei Greymouth gefahren, wo mich folgende interessante
 Landschafts/Baumformationen erwartet haben... diese entstehen dank jahrelanger Sturmwinde an der Küste- man glaubt es kaum, an einem verhältnismäßig ruhigen Tag wie diesen als ich vorbeigefahren bin.

Kurz vor dem Franz Josef Glacier wo ich übernachtet habe (benannt von einem Entdecker, nach dem österreichischen Kaiser!), habe ich mir mittels einer kurzen Wanderung die schöne Okarito Lagoon angesehen, die man nach einer halben Stunde Anstieg auf einen Hügel vor der 
Küste bei Franz Josef sehen kann. Sehr schöne Stimmung bei diesen friedlichen Wetterbedingungen, wie auch das nächste Bild vom Strand unten zeigt ... 

Nach einer Übernachtung im Ort des "berühmten" Gletschers (der von über 2000 m Höhe bis knapp auf Meeresniveau herabfließt und dabei von feuchtgrünen Regenwäldern flankiert ist) bin ich früh am darauffolgenden Tag aufgebrochen, um eine kleine Wanderung rund um Lake Matheson mit Blick auf den höchsten Berg Neuseelands, Aoraki / Mt Cook, zu machen. 
Diese Aussicht, bei "schönem Wetter" wohlgemerkt (sprich keine Wolken verdecken die Sicht auf die Berge), ist einfach nur gigantisch. Hier sieht man, wie sich die Berge der Südalpen im klaren, stillen Wassers des See spiegeln. Ist angeblich eines der beliebtesten "Kalenderfotos" Neuseelands... nun jetzt kann ich meines auch einreichen ;-) Aoraki heißt in der Sprache der Maoir übrigens "cloud piercer", oder "Wolkendurchstosser" - er ist mit 3743 m der höchste Berg Neuseelands (zu sehen,auf dem Bild rechts, genau in der Mitte). 

Von dort bin ich weiter entlang der Küste gefahren, 
die bis zum nächsten Pass bei Haast schön entlang von Weideland (Schafe,Kühe..) und Urwald führt (je nachdem,wie flach oder hügelig/gebirgig das Umland nahe der Küste ist). Bei Haast gibt es einen (letzten) Strand wie ich mir sagte, bevor ich für einige Zeit im Landesinneren weilen müsste.. 

Der Pass selbst war wunderschön zu überqueren, und dies vor allem aufgrund des weiterhin guten Wetters ! Ich habe Berge, Täler gesehen, die ich noch nie zuvor gesehen habe, da im Regen verhangen.. das hat auch seine Schönheit, aber Sonnenschein ist nun mal nicht zu toppen - Blicke über ganze Täler wie die folgenden wären beim starkem Regen einfach nicht möglich gewesen ...

Dieses Bild hier links zeigt den Blick zurück auf den Haast Pass. Der letzte von drei Alpenübergängen (sowie auch der "niedrigste" - nur 534 m) markiert er den Beginn des Landes von Central Otago Lakes District, geprägt von vielen ehemaligen Gletscherseen und zerklüfteten Bergspitzen. 

Mein nächster Aufenthalt war der Lake Wanaka, der sich hier am späten Nachmittag in der friedvollen Frühlingssonne folgend präsentiert hat ... Da gab es einen unglaublichen Moment, nämlich den als ich den Motor abstellte und es plötzlich TOTAL R U H I G wurde... kein Auto, kein Vögelchen, kein Wind - NICHTS. In der Weite einer so großen Landschaft,war das einfach nur faszinierend zu erleben ... wow.

Kurz vor Queenstown habe ich dann noch einmal Halt gemacht, um die letzten 170km (knapp 400 waren es an diesem Tag schon ;) in Angriff zu nehmen, die mich bis nach Te Anau führen sollten.
Ein langer Tag ! Jedoch wunderschön ... und versprochen habe ich ja, bei Real Journeys mit Beginn der Saison so rasch als möglich wieder da und einsatzfähig zu sein, sprich bereit mit dem Training zu beginnen!

Dieses ist soweit auch gut verlaufen,und dazu werde ich euch beim nächsten Mal an dieser Stelle mehr berichten- was ich da genau mache, und wie so meine "tägliche Routine" aussieht, wenn man von dieser als solcher sprechen kann (noch immer "haut es mich um", angesichts der fantastischen Landschaften an denen wir nachmittags bzw. abends mit dem Boot mit unseren Besuchern am Lake Te Anau vorbeifahren...) nun seht (bald) selbst !

Bis zum nächsten Mal aus Kiwiland,

eure Elli !

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