Friday, 20 June 2008

Crossing Islands ...

Bonjour de retour … und ein winterliches Hallo an euch alle aus dem fernen Neuseeland! 
Wie geht es euch? 
Ich hoffe, ihr genießt umgekehrt den Sommer und das schöne Wetter sowie die langen Tage zuhause (um die ich euch grad sehr beneide- ab 5 ist es finster hier, und wir blicken der Wintersonnenwende entgegen…)
Nun, ein bisschen näher an zuhause bin ich jedenfalls gerückt, da ich derzeit wieder auf der Nordinsel weile! 

Was tut sich so? Ihr fragt euch vielleicht: Bekomme ich etwas von der EM mit? Lese ich die (Welt)nachrichten? Wie komme ich zurecht? Was machen meine Pläne? Und wie geht überhaupt alles weiter???:-)

Fragen über Fragen… die ich mir selbst auch wiederholt neu stelle, nach all den Wochen und Monaten der intensiven Reiseerfahrungen, Kontakte mit Land & Leuten, Jobmöglichkeiten und Projekten in down under;-) …

Lasst mich euch hier wieder ein bisschen was erzählen! 
Vor zwei Wochen bin ich aus Golden Bay im Norden der Südinsel abgereist und über meine Erfahrungen als Teil der neuseeländischen Organisation WWOOF zu den Leuten gefahren bin, die die Organisation managen… direkt ins headquarter sozusagen! 
Dort habe ich eine Woche verbracht und ein kleines Projekt mitgestartet/initiiert und dabei direkt im Haus der Familie von Andrew & Jane Strange gewohnt. Das war vielleicht ein Erlebnis! 7 Kinder, ein Hund und zwei Katzen, ein 7 Tage altes Hausschwein/Ferkel(!), und Kiwi-family-lifestyle inklusive Gastessen aus Österreich (“Kaiserschmarren”!) gemütliches Kaminfeuer und gemeinsam Simpsons-Schauen…;). 
Was habe ich da sonst so gemacht? Andrew und Jane möchten auf den Resourcen der Organisation WWOOF NZ aufbauend ein neues Netzwerk starten, dass all die Dinge/Aktivitäten zusammenfasst, die ihre “hosts” abgesehn von dem Freiwilligen-Abkommen (WWOOF Neuseeland) noch so machen… sei es horse treks, organic B&Bs/farmstays, art studios, nature tours etc.- und da gibt es in Zukunft hoffentlich auch die Verbindung zu Creative Tourism NZ! So sehe ich das und habe somit hoffentlich die richtigen Leute in Verbindung gebracht, bzw. bin um eine nette kleine Referenz reicher ☺ Ich bin echt schon sehr gespannt wie das weitergeht- wenn möglich gar mit einem Job für mich denn da wird es einiges zu tun geben in Zukunft- und über die internationale Dimension der Organisation könnten wir leichter an ein Visum für mich kommen☺ 
Die Ummeldung vom visitor zum work permit schwebt ja auch immer noch wie ein Damokles-Schwert über all den munteren Aktivitäten die ich so betreibe: Da heißt es die volle Unterstützung eines zukünftigen Arbeitgeber bekommen, was den ganzen formellen Bereich angeht: Dieser muß beweisen, dass er den Job angeboten hat, keinen Neuseeländer dafür finden konnte, und wir in diesem Falle wirklich die Elli brauchen,hehe. Ich weiß nur so viel, dass ichan und für sich die richtigen Voraussetzungen dafür mitbringe (Sprachen, Ausbildung) und darf einfach weiter hoffen dass wenn es soweit ist und wir den ‘perfekten job’ für mich gefunden haben, Immigration NZ auch “Ja” sagt *g*.

Am 13. Juni (Freitag den 13.) bin ich dann mit der Fähre nach Wellington auf die Nordinsel übergesetzt, wo in nur wenigen Wochen die Ankunft meiner Familie bevorsteht *freu*! 
Drei Tage später, am 16. Juni, habe ich eine Präsentation vor Tourism New 
Zealand gehalten und dabei über ‘Creative Tourism’ und meine ganzen Abenteuer, Erfahrungen und die Verbindung zur nationalen Tourismusstrategie Neuseelands geredet… Das war spannend! 

Im 22. Stock eines riesigen Hochhauses (wenn ich gemein bin sage ich für Neuseeland*g*) mitten im “CBD” (Central Business District) von Wellington vor dem gesamten Team der “Neuseeland-Werbung” … Der Kontakt kam von früher, als ich in Christchurch während einer Konferenz mit Mitarbeitern von Tourism New Zealand gesprochen habe- nach dem frühmorgendlichen “staff meeting” am Montag und der Rede des Chefs war dann ich an der Reihe hm :-)

In Wellington gibt es auch eine andere “kreative” Organisation bei derer ich vorstellig geworden bin: Creative New Zealand, der Arts Council des Landes- da bin ich hin, um weiter networking für Creative Tourism NZ zu betreiben. Bin gespannt was da rauskommt!
Weiters habe ich die Zeit in der “Großstadt” (nach über vier Wochen richtigem Landdasein!) echt genossen. War schon ein richtiger Kulturschock nach der einsamen Idylle und Abgeschiedenheit der Südinsel,hehe. Abends fort, interessante Leute kennen lernen, gute Musik hören, Maoris treffen (die ganzen Gymnasien der Nordinsel waren mitsamt ihren Schülern und Lehrern in Wellington zugegen, wo die jährliche “Kapa-Haka” Wettkampfveranstaltung stattfand, hab ich mir sagen lassen- Maori-Schüler demonstrieren ihre Kultur mitsamt Gesang, Tanz vor einer Jury die dann bewertet und den Sieger ermittelt:)

In Wellington war ich dann auch einen Tag das wirklich schöne Winterwetter ausnutzen (bis zu 15 Grad in der Sonne,herrlich) und bin auf den sogenannten Mount Victoria hinauf, von dem sich eine traumhafte Aussicht über die Stadt bietet … Wellington gilt ja als “die windigste Hauptstadt” der Welt, und tatsächlich ist ein Tag ohne Wind etwas sehr Außergewöhnliches hier. Durch die Lage an der Meerespassage zwischen Nord-und Südinsel entsteht so etwas wie ein Trichter- und dadurch WIND, viel Wind!! Man braucht hier keinen Fön… bzw. viel Gel für die perfekte Frisur, und ein Taxi von A nach B;-)

Teil meiner Zeit hier waren auch weitere Jobgespräche, und zwar mit dem Nationalmuseum von Neuseeland, dem Te Papa Tongarewa (link!) und den Tourism Resource Consultants die ich schon vor mehreren Monaten um einen Job im Auge behalten habe… leider suchen die momentan nichts was meinem Profil bzw. derzeitigen Ausbildungsstand entspricht. Und auch das Te Papa Museum hat momentan nur Teilzeitpositionen frei- eine Ganztagesstelle erst wieder ab Oktober/November, und auch da muß ich erst durch die Bewerbungen durch… Aber es hat sich ausgezahlt, persönlich vorbeizuschauen und mein CV wird nun nicht nach 3 Monaten “destroyed” (wie es in einem Brief stand, den ich bekommen habe…). Ich glaube, die Neuseeländer schätzen das sehr mit dem hartnäckig bleiben, und im Prinzip läuft (beinah) alles über den persönlichen Kontakt, selbst in einer business city wie Wellington mit offiziellen Einrichtungen, Firmen, Instituten oder eben… Museen! Das Te Papa Museum ist jedenfalls echt echt super, was Besucherinterpretation und modernste Wissensvermittlung angeht, und hat ein spannendes Event/Kulturleben- weswegen ich mich dafür zu interessieren begonnen habe, inklusive natürlich der ganzen faszinierenden Maori-Kultur und der Natur des Landes… hm:)

Momentan bin ich nun in Taupo angelangt, das sich auf halber Höhe zwischen Wellington und Auckland auf Neuseelands Nordinsel befindet … In Taupo hier “residiere” ich für eine Woche im Taupo de Bretts Spa Resort, wo einst eine meiner Studienkolleginnen aus Österreich ein Praktikum gemacht hat und mir schon vor einiger Zeit den Kontakt zum managing director hier verschafft hat, für den ich auch schon ein Projekt gemacht habe und nun selbst hier bin und mit Rat & Tat zur Seite stehe: ein Blick aufs Geschäft aus der Sicht eines potentiellen Kunden, inklusive Aufenthalt in den heißen Mineralwasserquellen, dem “Testen” des Cafés und Abend/Dinnerbereich, sowie der Unterkunftsmöglichkeiten: Es gibt hier einen Campingplatz, mehrere Motel-Units, “spa-chalets & cabins”, heiße Quellen (das Wasser kommt mit 50°C aus der Erde und wird dann für die pools auf ca. 40°C “abgekühlt”), eine Abenteuerrutsche sowie einen kleinen aber feinen Spa-Bereich mit Behandlungen; auch die werde ich testen freu mich schon auf den hot honey wrap ☺
Das alles findet hinsichtlich eines möglichen Jobs für mich statt, und die Chancen dafür stehen gut. Die kommenden Tage werden eine Entscheidung bringen… Ich bin gespannt, was ich euch das nächste Mal berichten kann!

In nur 2 Wochen schon, am 4. Juli!!! kommen meine liebe Familie, meine Eltern, mein Bruder Julian und seine Freundin die Christine nach Neuseeland WOW das wird eine spannende Zeit werden und ich freu mich so darauf, all meine Erfahrungen und Erlebnisse mit ihnen teilen zu können…
und natürlich auf den frischen Wind von zuhause; hab ja so einiges verpasst das vergangene halbe Jahr!!

Bis bald ihr Lieben, und einen schönen Sommerbeginn


Eure Elli aus dem frostigen Taupo/Neuseeland :)

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