Hello from down under … Life is exciting!:) Ich melde mich ein letztes Mal aus Christchurch, von wo ich am Freitag Nachmittag wieder Richtung Norden aufbrechen werde. Bedingt durch die Ankunft meiner Familie in Auckland Anfang Juli habe ich vor, den Weg dorthin in Etappen zurückzulegen und mich dabei stets weiter nützlich zu machen / Jobinterviews abklappern / “wwoofing” betreiben (demnächst bei der Olivenernte mithelfen!!!) / Land und Leute kennen lernen / Möglichkeiten für später ausschöpfen / schreiben / weiter Creative Tourism networking betreiben / kreativ tätig sein / mit harakeke (Flachs) weben / Freunde & Bekannte aus den ersten Monaten besuchen… und und und. Dank der Mithilfe bei WWOOF kann ich so weiter günstig reisen und bin nicht aufs große Geldausgeben angewiesen. Bin gespannt was noch so alles passiert… und wo ich tatsächlich landen werde!! Wellington und die Nordinsel werden mich im Juni wieder sehen…darauf freu ich mich schon! Aber zunächst einmal zu ein paar Neuigkeiten aus jüngster Zeit…

“Pretty Patiki” … (Fisch in Maori) Letzten Freitag habe ich von Simon hier in Christchurch gelernt, diesen kleinen, einfachen Fisch aus harakeke zu weben und gleich mal ein gutes Dutzend gemacht:) so begann mein vergangenes Wochenende hier in Christchurch bei den Rutherfords wieder mal recht kreativ!

Samstag Vormittag war ich auf ein “limestone carving workshop” bei Künstlerin Wendy Sargent eingeladen, die mit ihrem workshop nun Teil von Creative Tourism ist: Probedurchlauf und "hands-on workshop experience" gleichzeitig;) Hab mir eine kleine Skulptur einfallen lassen (an Inspiration hat es mir in Neuseeland eigentlich noch nie gemangelt;) und diese dann aus einem Block von Kalkstein, dem in Neuseeland berühmten "Oamaru limestone" bearbeitet: mit Säge, Bohrer, verschiedenen Feilen und Sandpapier! Berühmt deswegen, da dieser Stein wunderschöne Relikte aus der Vergangenheit beinhaltet (Muscheln, Lava-Asche, etc.) die man da alle beim Bearbeiten wieder findet- über 350 Millionen Jahre soll der alt sein!!!

Begleitet hat mich an diesem Tag übrigens diese nette Französin hier: Cécile die bei Christchurch & Canterbury Tourism arbeitet und dort für die Medienkontakte zuständig ist. Für sie werd ich auch noch eine Presseaussendung zum Thema Creative Tourism schreiben. Cool news :)
Et voilà, hier meine fertige Kreation des Tages ... ;-D

Abends hab ich dann eine Kiwi Pavlova (ein süßes neuseeländisches Nationalgericht!) mit Erdbeeren und Kiwi verziert, als wir mit der Familie zur Preisverleihung des Pleasant Point Yachtclubs eingeladen waren… lauter talentierte junge Kiwi-Segler, eine Menge Ansprachen, Pokale und leckeres Essen:) war wiederum ein spannendes Erlebnis für mich da mitgenommen zu werden ("you are more than welcome to join us..." hör ich immer wieder:)

Als mich Simon dann mit seinem Auto früher heimfahren ließ und wir gemeinsam mit seiner Tochter Kate und deren Freundin bis spät in die Nacht Filme schauten, merkte ich (wieder mal), wie sehr ich schon Teil der Familie hier geworden bin, und dass mir der Abschied wohl schwer fallen wird… inklusive des wunderschönen Panoramas, das wir im Rahmen des Sonntagsausfluges von den Hügeln nahe der Stadt auf die Küste hatten. Echt herrlich.

Die aktuelle Woche stand/steht für mich unter einem aufregenden Stern: dem Schneiden, Vorbereiten und Arbeiten mit 600 harakeke Flachsblättern (siehe Foto mit wunderschönen harakeke-Buschen), die Simon und ich gemeinsam für eine Schulklasse vorbereiteten und in dessen Rahmen ich einen Tag lang auf einem neuseeländischen “Marae” (Maori Meeting House) in einem Küstenort namens Taumutu verbrachte- NEUSEELÄNDISCHE SCHÜLER IM FLACHSWEBEN UNTERRICHTEND !!! (Mama, ich tret einmal mehr wieder in deine Fußstapfen... *g*!)

Das war echt so ein tolles Erlebnis- erst mal die Tatsache, mitgenommen bzw. eingeladen zu werden: Für die Marae gibt es ja Besucherprotokoll, Regeln, etc. aber als normaler Tourist gelte ich ja schon lang nicht mehr,hehe. Und dann eben die Tatsache, dass ich - als Österreicherin von weiter her *grins* - so richtig nützlich sein konnte mit allem, was mir Simon über das Arbeiten und Weben mit Flachs in Neuseeland bereits beigebracht hatte… Matte (“taka”), Fisch (“patiki”), Korb (“kete”), Blumen- das war schon berührend, als die Kinder zu mir kamen und mich der Reihe nach um Rat fragten- und mich am Ende des Tages einluden, bei ihnen auf dem Marae zu bleiben!! Auf dem Foto hier seht ihr übrigens Simon mit ein paar Schülern beim Weben.. und hier weiter das Innere des Marae meeting house:)

Die kids und ich hatten natürlich eine Menge Spaß über den verschiedensten Diskussionen, und die anfängliche Scheu war schnell verloren … “So which part of Australia are you from?” “What do you speak at home?” “Can you say something?” “Where is Austria?” “And how far is it?” “When did you arrive in New Zealand?” “I have Austrian ancestors!” etc;-)

Auf dem Foto hier seht ihr mich mit meinen Kreationen des Tages, einer stabilen Sitzmatte und einem kleinen Fisch- den Rest der Zeit hab ich mit aktivem Unterrichten verbracht;-) Das Wetter war übrigens total fein und wir konnten den ganzen Tag über draußen arbeiten- und das "Mitte November" äh Mai, hehe;-)

Zuletzt hab ich zusammen mit meinem Team noch einen Wettbewerb gewonnen: die “Erwachsenen/Eltern (und ich)”, “Simon” und die “kids” im “Wett-Weben” einer Matte (zugegeben, ich hatte einen kleinen Vorteil da ich bereits von den vergangenen Wochen einiges gelernt & geübt habe.. aber dennoch;) plus ein kleines Siegerfoto von uns *grins*!

Das letzte Foto hier zeigt ein Familienessen, als ich im Hause der Rutherfords spanische Paella gekocht habeJ Vermutlich inspiriert von einem Treffen mit einer Spanierin einen Tag zuvor- die hab ich zuletzt noch auf dem WWOOF-Festival kennen gelernt!
Nun ein paar Rezepte gelingen mir ja doch ganz gut, und international ist hier sowieso alles. Ein Teil der Kinder gestern, die aus Singapur kommend ganz selbstverständlich untereinander Chinesisch sprachen und dann wieder Kiwi-English. Die Filme die wir in der Familie schaun, Musik die wir hören, die Kultur der Maori, über die ich dank Bücher und Simon’s Arbeiten viel lerne… dazu mein eigener Hintergrund und Erzählungen aus der Heimat… Jeder Tag ist anders und birgt neue Erfahrungen/Eindrücke (wie ihr hier beim Lesen wohl feststellen könnt;-). Jedoch am Ende bleibt: eine tiefe Verbundenheit und neue Freundschaft mit einer lieben Familie am anderen Ende der Welt … und das ist echt total schön. Ich umarm euch und schick euch liebe herbstliche Grüße vom fernen Ende der Welt
Eure Elli J
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