Ich freu mich, euch wieder ein paar nette Neuigkeiten aus meinem aufregenden kiwi life zu schreiben! Es sind zwar erst zwei oder drei Tage seit meinem letzten Eintrag vergangen, aber schon wieder ist so viel passiert- uff!! Kann glaub ich echt schon ein ganzes Buch mit meinen Abenteuern hier füllen... ;-)

Beginnen werde ich wieder in Christchurch, wo ich vor ein paar Tagen dieses wunderschöne bone carving mit "John the Bone Dude" hergestellt habe! So viel zu meinen weiteren kreativen Erfahrungen mit der (Maori)Kultur Neuseelands.. Hab wirklich schon eine ganze Box voller kleiner Kunstwerke (limestone carvings, flax weavings..), und vier verschiedene selbstgefertigte Anhänger wie diesen;)

Vergangenen Freitag den 16. Mai bin ich dann von Christchurch aufgebrochen mit dem Ziel, wieder 500 km weiter nördlich in meine ursprüngliche "Heimat" zurückzukehren - die Gegend in und rund um Golden Bay, Motueka, Nelson, Abel Tasman... das Goldstück Neuseelands:)

Dort haben Denise und
Crispin Bekannte mit einem 6ha großen Olivenhain, deren unmittelbare Ernte anstand: Als fleißige, frisch gebackene "WWOOFerin" (schaut mal auf folgenden link: hier habe ich über das diesjährige WWOOF-Festival in Christchurch geschrieben!) habe ich hier bei der Familie Fulford, (Charles and Audrey) mitgeholfen und ein außergewöhnliches Wochenende verbracht- zusammen mit ca. 20 anderen freiwilligen Helfern, köstlichem Essen und viel Motivation/angeregten Unterhaltungen über dem Olivenpicken *yumm*!

Hier bin ich gestern, Samstag Vormittag, aufgewacht (dieses idyllische, von der Familie selbstgebaute Häuschen - Vater & Söhne sind alle Zimmerer - wird im Sommer als 'self-contained cottage' vermietet und wurde nun happy woofern zuteil hehe;-) mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer... bis zu 16, 17 Grad hat die Sonne untertags dann ausgemacht!!!

So hat die Arbeit im "olive orchard" gleich doppelt Spaß gemacht... richtig heiß war mir zumittag!! Und das quasi "Mitte November", wie ich stets noch zu denken pflege bei den umgekehrten Jahreszeiten hier;-)

Spannend wirklich was die Neuseeländer alles so anbauen und kultivieren...
Charles und Audrey hier haben neben ihrem Olivenhain auch 25 kleine Feijoa-Bäumchen (total leckere Früchte, Foto folgt weiter unten!), Zitrus- und Mandarinenbäumchen, Gemüse- und Kräutergarten... und heute haben wir Bekannte von ihnen besucht (die meisten Neuseeländer sind untereinander "Bekannte",hehe;-) die Mandelbäume haben!! Es scheint als würde hier wirklich alles Mögliche wachsen, was die Vielfalt an "organic farms", Hippie-Kommunen, alternative lifestyle & farming methods erklären würde hehe! Wieder ein neues Kapitel in meinen Lebenserfahrungen..

.. so auch dieses Foto: Elli mit "clapper" bei der Olivenernte! Diese maschinenbetriebenen Geräte fungieren wie ein automatischer Rechen, mit dem man die Zweige entlangstreift und Oliven herabschüttelt... oder mit den Händen selber pflückt, das war angenehmer und nicht so anstrengend (und hat bei ca. 40 helfenden Händen - Familie, Freunde, Nachbarn - auch nicht viel länger gedauert!).

Abends gab's dann ein großes Festessen: Lamm aus der Gegend hier *yummie*! Sehr köstlich.. übrigens hab ich schon erwähnt dass hinter dem kleinen Haus in dem ich wohne ein Pferd und zwei Schweine leben? Nebenan kommen dann noch ca. ein Dutzend Ziegen, Kühe, Enten, Gänse und natürlich Schafe dazu... wirklich das ist schon ein außergewöhnliches Fleckchen Erde hier. Der Nachbar aus England, der auf meine Frage warum er denn 12 Kühe habe, lachend meint "nun irgendwie muss ich ja das Gras auf meinem Grundstück loswerden" - der nächste hat dafür wieder seine Schafe, wieder ein anderer erfreut sich an Schweinen oder Hühnern.. *grins*. Gottes Obstgarten/Bauernhof...

Und jetzt schaut euch mal diesen fantastischen Weg an... den bin ich heute an einem ruhigen Nachmittag zum Strand, Kina Beach, hinunter gegangen. Vorbei an diesen wunderschön gefärbten Weingärten (derer es natürlich auch jede Menge hier gibt!). Ganz fantastisch, wenn man die Weite/Einsamkeit einer traumhaften Strandlandschaft sucht..

Dort hab ich übrigens auch ganz tolle Muscheln gefunden und gesammelt- viele schimmernde "paua shells", die ich ja während meines Aufenthalts in Hokitika an der West Coast in einen Anhänger geschliffen habe! Herrlich.

Als ich dann vom Strand zurückgekehrt bin, sind wir gemeinsam mit Audrey und Charles zur lokalen "cooperative" gefahren, wo um 7 Uhr Früh mit der Presse begonnen wurde und nachmittags das goldgrüne Elixir bereits zum Abholen bereit stand: aus exakt 967 kg Oliven (die Sorte ist übrigens eine italienische, "Luciano"-Oliven aus der Toskana!) kamen 155 kg Öl (15,5%, was den Gehalt an Öl aus der Frucht angibt) das wir dann zuhause auch gleich verkostet haben. Lecker- habt ihr gewusst, dass frisches Olivenöl richtig scharf schmeckt!?:)

Mit Lärmschutz durfte ich übrigens auch in das Herzstück der Presse und dort den Oliven beim Pressen zuschaun;-) Ein Drittel des Öls ist übrigens im Kern erhalten, weswegen im Laufe des Pressvorgangs die ganze Frucht (samt Kern) zerkleinert und gepresst wird..

Meine letzte gute (leckere) Tat des Tages bestand im Sammeln dieser wunderbaren Feijoa-Früchte, die hier bei Audrey zu Hunderten im Garten herumliegen (und die schon keiner mehr sehen kann - außer mir! YUMM! "eat as many as you like".. so lecker!)
Hab grad nach einer Übersetzung gesucht, und da wird Feijoa mit "Ananas-Guave" vorgeschlagen... oder einfach nur Feijoa. Hier ist noch ein Bild von den aufgeschnittenen Früchten, die ein wenig wie eine Mischung aus Ananas und Guave schmecken:

So, und jetzt bin ich von Charles zu Eis mit Feijoa gerufen worden;-)
Bis bald also aus der Schatzkammer Neuseelands
eure Elli!
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