
Ende März, Temperaturen um die 18-20 Grad, das Meeresrauschen rechts, die wolkenverhangenen, von grünem Regenwald bedeckten Hügel- & Bergketten der Südalpen links … so haben wir die ca. 130 km von Hokitika nach Franz Josef Glacier entlang der ‘Scenic Alpine West Coast route’ zurückgelegt:-) “Regen-Wald”- hier wird deutlich, inwiefern das regnerische Wetter zur Schönheit der üppigen Vegetation beiträgt…

Ein Spaziergang nahe der Goldgräberstadt Ross hat uns tief durchatmen lassen und dabei den Blick in die Vergangenheit geöffnet: Mehrere Stationen entlang eines Lehrpfads erklären hier, wie mit Wasserkraft enlang der Hügel und im Fluss Mitte des 19. Jahrhunderts nach Gold gesiebt wurde. Das größte Stück, das hier je gefunden wurde, ist ein 3kg schwerer Brocken- aber auch heute noch gibt es die Chance, Gold zu finden: seht selbst!

Am Besucherzentrum habe ich es dank der Erklärungen einer reizenden Bewohnerin von Ross geschafft, aus einer Schotterschüssel einzelne Goldflankerl zu sieben, so wie dabei auch noch zwei Jadesteine herauszupicken!! Das Ganze kann man mit einem Spaziergang hinauf den Fluss verbinden und dabei selbst Steine aus dem Flussbett zum Waschen herunter bringen – einzelne Goldflanken sind immer dabei! Hat echt Spaß gemacht, und ich hab den Leuten auch wieder von Creative Tourism erzählt: So eine interaktive Goldgräberstimmung wäre auf jeden Fall spannend, als Teil des Netzwerks von Neuseelands kultureller Geschichte zu haben:-)




Begleitet von einem Mix aus Musik von Maddie’s iPod (indische, amerikanische, afrikanische, neuseeländische, hawaianische*g* Musik & Künstler!) sind wir dann weiter Richtung Franz Josef Glacier gefahren- vorbei an Reservaten, wo man die Kiwipopulation wieder regenerieren möchte (siehe Schild – ‘Beware of Kiwis crossing’!) und einem weiteren wunderschönen Spaziergang durch den Wald…

statt Kiwis gibt’s dann mehr solche Vögel hier zu sehen wie diesen kleinen Robin hier (so nennt sich der glaub ich), die sind echt zutraulich und nicht müde, ihr Konzert zu singen.. wunderschön. Klingt echt ganz anders als bei uns. Und zutraulich sind die- hopsen ganz nah an dich ran. ;)
Unterwegs ‘on the road’ haben wir unser Mittagessen übrigens improvisiert- Brot, peanut butter (ja ich geb’s zu- der amerikanische Einfluss lässt sich nicht leugnen*g*), neuseeländischer Manuka-Honig, Bananen, Äpfel & Nuss-Schokoriegel… so kommt man schon mal durch den Tag, und gestern haben wir auch Großeinkauf im Supermarkt gemacht, was uns wieder für einige Tage weiterbringt… living together on a budget,but doing fine!;-)
Aber heute gibt es gute Nachrichten zu Tagesende: Das YHA hostel in Franz Josef (ja, der Ort heißt so wie der Gletscher und der letzte Kaiser von Österreich;) bietet ‘free barbecue’ für alle, und zwar aus folgendem Anlass: Von 8 bis 9 wird hier im ganzen hostel der Strom abgedreht, um ein Zeichen entgegen der Klima-/Erderwärmung zu setzen – viele Orte und Städte in Neuseeland machen da mit, und zwar genau … JETZT! Auf zu Candle Light & Barbecue also:)
Cu ;-)
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